Kreislauftaugliches Laden-Design

Bohlsener Mühle öffnet nachhaltigen Laden für eigene Produkte

Bohlsen, 20. August 2020 Am 25. September 2020 eröffnet die Bohlsener Mühle einen Laden für die eigenen Bio-Produkte in der Lüneburger Innenstadt. Der Laden ist, was seine Ausstattung betrifft, gemäß der Cradle to Cradle Prinzipien konzipiert und realisiert. Damit geht der niedersächsische Bio-Pionier und bundesweit aktive Hersteller von Mehlen, Backwaren, Keksen und Müslis einen weiteren konsequenten Schritt in seinem umfassenden Nachhaltigkeitsengagement und zeigt Vorbildfunktion. Neben dem Verkauf des Bio-Produktsortiments aus Broten, Keksen und Co. ist der 100 Quadratmeter große Laden für die Besucherinnen und Besucher gleichzeitig ein Erfahrungsraum. Gezeigt werden die Getreidevielfalt sowie die Verarbeitung in Mühle und Bäckerei. Dem Unternehmensgründer Volker Krause ging es von Anfang an um die Verbindung von Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel bzw. um die kulturelle, soziale und ökologische Kraft für die Lebendigkeit des ländlichen Raums.

Die ganzheitlich ökologische Haltung des Unternehmens findet sich in der gesamten Ausstattung des Ladens wieder. Vom Holzboden über eigens angefertigte Möbel vom regionalen Tischler bis hin zur Wandfarbe: Materialgesundheit, Rückbaubarkeit und Kreislauffähigkeit – bei allen verwendeten Materialien spielen diese drei Kriterien eine entscheidende Rolle. Das macht den Ladenausbau zu einer komplexen Angelegenheit, weshalb die Bohlsener Mühle von der Cradle to Cradle NGO
(c2c-ev.de) in der Konzeption und Detailplanung begleitet wurde. Das Ergebnis: ein ganzheitliches, gesundes und einzigartiges Ladenkonzept.

In Kreisläufen arbeiten

Cradle to Cradle ist ein Ansatz für eine konsequente Kreislaufwirtschaft und wurde Ende der 1990er-Jahre von dem deutschen Chemiker Michael Braungart und dem US-amerikanischen Architekten William McDonough entwickelt.  Cradle to Cradle setzt sich bereits beim Design eines Produkts damit auseinander, wie es genutzt werden soll, welche Materialien sich für dieses Nutzungsszenario eignen und was nach der Nutzung mit dem Produkt geschieht. Die Materialien müssen entweder kompostierbar sein, um im biologischen Kreislauf zirkulieren zu können, oder in alle Bestandteile zerlegbar und damit vollständig recycelbar und für den technischen Kreislauf geeignet sein. „Wir freuen uns sehr, die Bohlsener Mühle bei der Konzeption und der Detailplanung ihres ersten Markenladens zu begleiten. Wir arbeiten als Cradle to Cradle NGO darauf hin, dass gesunde, rückbaubare und kreislauffähige Materialien selbstverständlich werden – auch im Handwerk und im Ladenbau“, sagt Tim Janßen, Geschäftsführender Vorstand C2C NGO.

Mehr als Mehl, Kekse und Co.

Zusätzlich zu den verpackten Bio-Produkten der Bohlsener Mühle wird es im Laden auch unverpackt-Stationen geben. Am Firmenstandort in Bohlsen frisch gebackene Brote, Brötchen, Kuchen und Snacks sowie eine Auswahl raffiniert belegter Stullen runden das Angebot ab. Ein vielfältiger Eventbereich mit traditionellem Bäckertisch lädt die Besucherinnen und Besucher ein zu Backworkshops, Gesprächen mit Landwirtinnen und Landwirten oder zum Austausch mit Kundinnen und Kunden. Zwischen Getreidefeld- und Mühlenfeeling lässt sich viel über das Unternehmen, seine Werte, nachhaltiges Wirtschaften, ökologisches Mahlen und Backen erfahren. „Ein Austausch mit allen Interessentinnen und Interessenten ist uns enorm wichtig. Nur so können wir lernen und gleichzeitig Anreize für werteorientiertes und verantwortungsvolles Handeln im Sinne der Nachhaltigkeit geben.”, ist sich Volker Krause, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der Bohlsener Mühle, sicher.